Was ist Biofeedback?

Biofeedback ist ein wissenschaftlich fundiertes elektrophysiologisches Verfahren der Verhaltensmedizin. Eingesetzt wird es unter anderem zur Behandlung und zum Training von psychischen, körperlichen und psychosomatischen Beschwerden. Es kann auf vielfältige Art und Weise mit verschiedenen Methoden der Psychotherapie kombiniert werden.

 

Mit Sensoren und elektronischen Geräten werden Körperfunktionen, welche normalerweise unbewusst im vegetativen Nervensystem ablaufen (Muskelspannung, Herzfrequenz, Durchblutung, Atmung, etc.) gemessen und Ihnen sofort sicht- oder hörbar „rückgemeldet“.

 

Sie können lernen und trainieren, die Vorgänge im Körper bewusst wahrzunehmen – und vor allem auch, sie gezielt zu beeinflussen und zu kontrollieren.

 

So kann nicht nur Ihr Wohlbefinden verbessert und die Leistung gesteigert werden. Auch bei anderen therapeutischen Methoden können die objektiven Messergebnisse vom Biofeedback unterstützend zur Erfolgskontrolle eingesetzt werden. Die Qualität der Therapie und Ihre Motivation können dadurch erhöht werden und Sie darin unterstützen, einen gesundheitsförderlichen Umgang mit alltäglichen beruflichen wie privaten Belastungen umzusetzen und beizubehalten.

 

 

Wo Biofeedback helfen kann …

 

Wer hat keine Unsicherheit, Ängste oder Stress? Unsere heutige Zeit ist geprägt von gesellschaftlich-politischen Veränderungen. Gravierende Veränderungen der Lebens- und Arbeitsverhältnisse führen für viele Menschen zu einem Anstieg des Stresslevels. Die Belastungen und hohen Anforderungen in nahezu allen Lebensbereichen nehmen immer mehr zu.

 

Auch Unternehmen und Arbeitgeber werden zunehmend mit dem Problem "stressbedingten Leistungs- und Gesundheitsbeeinträchtigungen" ihrer MitarbeiterInnen konfrontiert.

 

Die ersten Stressreaktionen des Körpers sind für uns ohne technische Hilfe kaum wahrnehmbar und wirken sich unbewusst auf das vegetative Nervensystem aus. Über das vegetative Nervensystem werden zur Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts (Homöostase) die lebenswichtigen Funktionen (Vitalfunktionen) wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert und gesteuert. Auch andere Organe oder Organsysteme werden vom vegetativen Nervensystem innerviert, so beispielsweise die Sexualorgane, Endokrine Drüsen (Hormone), exokrine Drüsen (wie z.B. Schweißdrüsen), das Blutgefäßsystem (Blutdruck) oder die inneren Augenmuskeln (Pupillenreaktion).

 

Stressreaktionen sind von Mensch zu Mensch verschieden. Der eine reagiert besonders mit dem Herz-Kreislauf-System, ein Zweiter bevorzugt mit Muskelspannung und ein Dritter mit einer Stilllegung des Verdauungsapparats. Darüber hinaus variieren diese auch in Abhängigkeit von der jeweiligen Belastungssituation. Je nach Art und Schwere des wahrgenommenen Stressors werden die verschiedenen, an der körperlichen Stressreaktion beteiligten Hormonsysteme in unterschiedlich starker Weise aktiviert.

 

Bei anhaltenden Stress können sich die Symptome durch  die ständige Ausschüttung der Stresshormone (Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin) verstärken. Die ersten Stresssymptome können jetzt bereits bewusst wahrgenommen werden. So eine Phase kann oftmals länger anhalten. Man leidet unter Müdigkeit, Verspannungen, Nervosität, Schlaflosigkeit oder Konzentrationsstörungen.

 

Um den Anforderungen und Druck gerecht werden zu wollen, werden teilweise die letzten Kräfte mobilisiert. Man nimmt sich keine Zeit mehr zum Regenerieren, gönnt sich keine Ruhe, fühlt sich überlastet, unverstanden, müde, frustriert und ausgepowert. Da nach dem Überschreiten der individuellen Belastungsgrenze auch der innere Druck steigt, können mittlerweile schon alltägliche Ereignisse als stressig empfunden werden. Ebenfalls können psychosomatische und körperliche Beschwerden folgen.

 

Oft sucht man mit Medizin Hilfe und rennt dann von Arzt zu Arzt und versucht – manchmal sogar mit Essen, Alkohol oder Drogen – seelische und körperliche Leiden zu betäuben. Oftmals sind uns die Zusammenhänge nicht bewusst oder mangels korrekter Informationen nicht zugänglich. Kommt der berühmte Tropfen auf den heißen Stein noch hinzu, dann können sich Krisen einstellen. Soweit muss es jedoch nicht kommen!

 

Wesentlich nachhaltiger, gesünder, effektiver und günstiger ist die medikament- und nebenwirkungsfreie Methode der Biofeedback-Therapie.

 

Es ist also Zeit aufzuwachen und sich um wirkliche Prävention, kausale und effektive, den Organismus nicht zusätzlich schädigende, Therapiemöglichkeit zu kümmern. Jeder Einzelne muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich um die Erhaltung seiner Gesundheit, Vermeidung vorzeitiger Alterung und eine an den Ursachen ansetzende, optimale Therapie im Falle schon bestehender Erkrankung zu kümmern.

 

 

Was kann gemessen werden?

Muskelspannung EMG /Elektromyographie)

Messung der Muskelspannung und -aktivität durch Oberflächen-EMG

--> Identifizieren und initiieren von Muskelaktivität

 

Hautleitwert

Rückmeldung über Schweißdrüsenaktivität der Hand (ähnlich wie beim Lügendetektor) --> guter Indikator für das Stresslevel und innere Anspannung

 

Atmung

Atemtiefe und -frequenz sowie bewusste Bauchatmung

--> präventiv, aktiv und bewusst schnell auf Stress und Belastung reagieren

 

Pulsfrequenz (HVR - Herzratenvariabilität)

Synchronizität von Herzschlag und Atmung lassen sich trainieren mit dem Ziel, positiv auf Stressreaktionen einzuwirken.

 

Temperatur

Messung der bewussten Erhöhung von Körpertemperatur (z.B. Finger) und der damit verbundenen Durchblutung

--> Eigenwahrnehmung um Stress effektiv entgegenzuwirken wird gefördert, Entspannungstraining

 

 

Bei welchen Beschwerden sinnvoll?

Nicht nur bei bereits bestehenden Beschwerden ist Biofeedback eine wirksame Methode. Das Biofeedback kann auch angewandt werden, um auf diese Weise Prozesse im eigenen Körper besser zu verstehen. Warnhinweise können danach eher wahrgenommen werden und das Gelernte kann z.B. in Stress- oder Angstsituationen oder zur Verbesserung der Entspannungs- oder Leistungsfähigkeit eingesetzt werden. Interessant zu wissen ist, dass auch Spitzensportler mittels HRV trainieren, um ihre Leistung zu optimieren.

 

Die Einsatzgebiete von Biofeedback sind vielfältig, wie z.B. bei:

  • Akute Stressbewältigung
  • Entspannungstraining
  • Leistungssteigerung
  • Angststörungen
  • Migräne und Spannungskopfschmerzen
  • chronischen Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Raynaud-Syndrom
  • Bluthochdruck
  • Unterstützung bei anderen Therapieformen wie z.B. Hypnotherapie
  • Präventive Gesunderhaltung (Stressprophylaxe)
  • Demonstration und Beeinflussung psychophysiologischer Zusammenhänge
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung

 

Sie können lernen, die Körperwahrnehmung zu verbessern um auch früh Anzeichen von Anspannung zu erkennen und gezielt entgegen zu wirken. Sie werden stressige Situationen analysieren können um Stresskreisläufe frühzeitig zu durchbrechen, so dass Sie bewusst gelassen und kontrolliert in der Gegenwart bleiben und Ihr volles Potenzial nutzen können.

 

 

Hier finden Sie uns:

 

Werderstrasse 7

90489 Nürnberg (Nord)

 

Terminvereinbarungen

Rufen Sie einfach an:

0​911 / 93 16 26 88

Mobiltelefonnummer

0151 / 42 42 03 03

oder schreiben eine Mail an:

info@profascia.de

oder nutzen Sie das Kontaktformular

Druckversion Druckversion | Sitemap
© ProFascia