Was ist Hypnotherapie?

 

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Hypnose (05.06.2017)

 

 

Hypnose findet in der Hypnotherapie, auch Hypnosepsychotherapie genannt, Anwendung. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut belegt. Insbesondere wurden mit den Methoden der Kernspinresonanztomographie (MRT) und der Elektroenzephalographie (EEG) hirnphysiologische Korrelate von Trance-Zuständen klar nachgewiesen. Bereits wenige Sitzungen können eine deutliche Veränderung bewirken; entsprechend vielseitig werden die Hypnose und ihre Techniken in der (Psycho-)Therapie verwendet.

 

Man kann sie beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprechstörung zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbauabbau oder bei Schlafstörungen einsetzen. Auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogramm konnte Reduzierung der Schmerzstärke nachgewiesen werden.

 

Der Einsatz der Hypnose in der Medizin und in der Psychotherapie ist gesetzlich geregelt. Sie gehört zu den von den deutschen Krankenkassen anerkannten Leistungen und wird als Ergänzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt. In Österreich ist Hypnotherapie – unter dem Namen „Hypnosepsychotherapie“ – eine eigenständige anerkannte Psychotherapierichtung auf tiefenpsychologischer Basis, insbesondere wie in Deutschland und vielen in anderen Ländern, unter Einbeziehung der Technik und des Menschenbildes von Milton H. Erickson.

 

Wirksamkeit

 

Die Wirksamkeit von Hypnotherapie wurde in Studien nachgewiesen. Die folgende Tabelle aus dem Jahr 2003 orientiert sich an den im ICD-10 gelisteten Störungen. Bei den in der mittleren Spalte genannten Störungen ist die Anwendung empirisch gut bewährt. In den in der rechten Spalte gelisteten Fällen ist die Anwendung vielversprechend, aber – bisher – ohne ausreichenden empirischen Beleg.

 

Kontraindikationen

Absolute Kontraindikation besteht meist bei einer akuten Psychose, psychotischen Zuständen (Manie, schizophrener Schub) und bei paranoiden Vorstellungen. Da eine grundsätzliche Therapiemotivation notwendig ist, können antisoziale Persönlichkeitsstörungen durch Hypnose kaum beeinflusst werden.

 

Relative Kontraindikation liegt meist dann vor, wenn Rapportverlust während der Hypnose droht, wie bei schweren Borderline- und narzisstischen Störungen. Ursächlich ist die veränderte Realitätsorientierung in der hypnotischen Trance, die nur dann genutzt werden kann, wenn der Rapport aufrechterhalten bleibt.

 

Die Anwendung bei histrionischer Persönlichkeitsstörung ist umstritten. Einerseits ist zwar meist eine hohe Suggestibilität bei den Patienten vorhanden, andererseits jedoch wird die Gefahr des „Agierens“ vermutet.

 

Keine direkte Kontraindikation besteht bei traumatisierten Personen, jedoch ist in diesen Fällen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen erforderlich. Insbesondere bei Missbrauchsopfern kann die Situation der Hypnose mit der meist stark asymmetrischen Rollenverteilung das Gefühl der Ohnmacht des Patienten wecken, das gerade therapeutisch bearbeitet wird. Wird vermutet, dass nicht erinnerbare Kindheitstraumata symptomauslösend sind, so ist zu beachten, dass die Gefahr von Fehlerinnerungen und induzierten Verzerrungen besteht.

 

Ansonsten gibt es einige Konstellationen, in denen Hypnose nicht angewendet werden soll bzw. nur eingeschränkt die Wirkung erreichen kann:

 

  • geistige Behinderung
  • Schwere Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit: Bei Abhängigen ist die Gehirnfunktion häufig stark beeinflusst. Hier ist die Wirkung der Hypnose fraglich.
  • Kürzlicher Schlaganfall oder Herzinfarkt (in den letzten Wochen): Hier besteht die Gefahr, dass durch die Gefäßerweiterung ein weiterer Anfall ausgelöst werden könnte. Hier ist nur bei einer vorliegenden Unbedenklichkeitsbescheinigung Ihres Arztes eine Hypnose möglich.
  • Thrombose-Patienten: Es besteht die Gefahr, dass der Thrombus sich ablöst und in Bewegung kommt und eine Embolie auslöst.
  • Schwerwiegende Erkrankung des zentralen Nervensystems wie bspw. fortgeschrittener Morbus Parkinson. Hier besteht das Risiko, dass die Hypnose eventuell Ausfallerscheinungen verstärkt.
  • Schwangerschaft: Hier sollte nur mit besonderer Vorsicht gearbeitet werden. Deshalb werden in meiner Praxis KEINE Hypnosesitzungen für Schwangere angeboten.
  • Kinder und Jugendliche: Eine Einwilligung der gesetzlichen Vertreter ist erforderlich. Sofern ein gemeinsames Sorgerecht vorliegt, müssen beide Elternteile mit der Behandlung einverstanden sein.
  • ADS/ADHS: Da das Gehirn Probleme hat bestimmte Frequenzen zu erzeugen kann es vorkommen, dass das Gehirn den Trance-Zustand gar nicht erreichen kann.
  • Starke Erschöpfung/Müdigkeit: Der Körper neigt hier oft zum übermäßigen Entspannen bzw. zum Einschlafen. Das Gehirn kann nur bedingt einen Hypnose-Zustand aufrechterhalten, welcher jedoch für eine erfolgreiche Hypnotherapie erforderlich ist.

 

Außerdem sollten bei Ihnen keine Angst oder Bedenken vor der Hypnose vorliegen. Sollte dies der Fall sein, möchte ich Sie bitten, mich einfach direkt darauf anzusprechen.

 

 

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Hypnose (05.06.2017)

Bei der Hypnotherapie werden die Konzepte individuell, an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst. Empfehlenswert und bewährt sind ebenfalls nachfolgende themenbezogene Behandlungskonzepte:

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